Ohne dich läuft das Leben um mich herum weiter, mein Leben läuft weiter, ich gehe weiter, immer weiter. Aber ich nehme dich mit, überallhin. Überall sprichst du zu mir, in Gelsenkirchen beim Konzert von Michael Jackson, bei der nächtlichen Rückfahrt, in deinem Studio im Reihenhaus am Bergschlag in Königstein, wenn ich während der Frankfurter Buchmesse bei dir wohnte, wir stundenlang redeten und dann auf den Polstern einschliefen. Wieviel Nähe da war! Wieviel Liebe! Auf dem Weg zu Hitchhiker in Frankfurt nahmst du mich mit zum Bahnhof Kronberg, von wo ich mit der S-Bahn direkt zum Messeeingang fuhr. Nach der Messe treffen wir uns beim Messegelände an der Mainzer Landstraße. Ich stieg zu dir ins Auto und wir fuhren gemeinsam nach Königstein. Zu der Zeit wohntest du allein in dem Reihenhaus, das du dir so schön eingerichtet hattest. Wie schön das war!
Freitag, 27. Juni 2025
David06 Du fehlst so sehr
Damit ich unterwegs hier Texte schreiben kann, du auch dann immer bei mir bleibst und ich meine Gedanken aufschreiben kann, immer und überall. Seitdem du nicht mehr auf dieser Welt bist, fühlt sich alles anders an. Ich erkenne die Welt nicht mehr. Du fehlst so sehr. Ich laufe durch den Garten und du bist bei mir, geht die Straße entlang zum Einkaufen bei Penny. Du bist bei mir. Überall, wo ich bin, bist du bei mir. Über jeden Schmetterling freue ich mich, jeder ist ein Gruß von dir. „Sie sterbnen nicht, sie fliegen“, schreibt Michael Roth von Schmetterlingspoesie. Wie tröstlich. Du fliegst in der Wolke, im Wind, im Schmetterling. Du fliegst im Sonnenuntergang.
Mittwoch, 25. Juni 2025
David05 Aufwachen und weinen
"Aufwachen und weinen" war die Überschrift gestern zu meinem Davidpost. Weg! Ich muss den Beitrag aus Versehen gelöscht haben. Ja, das wird es sein. Also heute nochmal. Aufwachen und weinen passt auch heute, passt bisher fast jeden Tag, seit fast zwei Monaten, seitdem du gegangen bist, für immer von dieser Welt in eine andere Welt. Wo bist du jetzt? In meinen Erinnerungen, in all den vielen Tagen und Stunden, gemeinsam mit dir, all die vielen Jahre warst du da, mal in meiner Nähe, mal weit weg, aber immer nah. Und jetzt bist du immer noch nah, unsere Liebe bleibt. Du warst ein besonderer Mensch, ein ganz besonderer. Ich liebe dich, werde dich immer lieben "I always love you", Treppe bei Abercrombie & Fitch auf der Fifth. Wir zwei in New York City. Drehbuch. Drehbuch nannte ich das. Warum weiß ich nicht so genau, aber es passt, jetzt im Nachhinein sowieso. Drehbuch. Du unten in der Sitzecke, ich die Transparenttreppe rauf und runter, fasziniert von dem Laden und der Playlist, die liebten wir beide. Überhaupt liebten wir den Laden, konnten gar nicht genug kriegen, jeden Tag waren wir da. Die Schlange um das Gebäude herum störte uns nicht, das gegenüberliegende Trumpgebäude auch nicht. Wir standen in der Schlange und warteten, dass einer der schönen jungen Männer uns hereinließ. Wenn wir nah am Eingang waren, hofften wir, dass wir beim nächsten Block noch hereinkommen würden. Manchmal klappte das, manchmal warteten wir halt weiter bis wir beim nächsten Block die ersten waren. Wie schön das war! November 2009. Drehbuch. Der Grund für den Aufenthalt war der Marathon, den du in einer Superzeit gelaufen bist, nur wenig über drei Stunden. Das ganze Vorher und Nachher, anmelden, Kleidung und Schuhe aussuchen, morgens in aller Herrfottsfrühe Treffen bei der Public Library, du mit Bus zum Startzpunkt, auschkalt wars, schriebst du. Wir hatten ständig Email Kontakt. Ich machte mich auf den Weg nach Brooklyn zum Punkt 8 Miles und wartete auf dich. Als du dann endlich kamst, entdeckte ich dich erst, als du schon fast vorbei warst. Aber du hattest mit entdeckt "Go David Go", dann an der ..... Bridge und schließlich beim Ziel im Centralpark...
Montag, 16. Juni 2025
David04 Stille
Die Stille im Garten hat mir heute etwas Trost gegeben. In der Stille kann ich dir ganz nah sein und immer wieder weinen, weil ich dich nie mehr umarmen und küssen kann. Nie mehr. Das ist so schwer zu ertragen, so schwer. Der Schmerz ist unerträglich. Warum? Warum du? Warum du so früh? Du wolltest doch gar nicht gehen. Jetzt bist du still und in der Stille ganz nah bei mir. Wie schön die Zeit mit dir war! Wie schön! Jede Minute mit dir war schön. Jeder Anruf, jedes Gespräch, jede WhatsApp, jede Email, jeder Smily von dir. Liebe war immer dabei. Wir haben uns so geliebt.
Freitag, 13. Juni 2025
David03 Wo immer ich bin
Wo immer ich bin
Du bist bei mir
Das ist mein neues Trostwort. Wo immer ich bin, sage ich das. Da kommen zwar jedes Mal die Tränen, doch dieser Satz tröstet mich. Wo immer ich bin, du bist bei mir. Ich liebe dich. I always love you. Weißt du noch? New York City auf der Fifth bei Abercrombie & Fitch, die transparente Treppe hoch und runter und "I always love you". Ich weine. Ich vermisse dich so sehr. "Good bye, please don't cry", geht nicht, Tränen fließen, auf der Transparenttreppe auf der Fifth. Wir zwei in New York. Und immer wieder dieses Lied, immer wieder. Immer wieder Drehbuch. Abercrombie & Fitch gegenüber dem Trump Gebäude. Wie schön das war! Du, wir bleiben einfach auf der Treppe, in der Mitte auf dem Treppenabsatz und schauen nach unten und nach oben und freuen uns, dass wir zusammen sind, und weinen gemeinsam. Nichts kann uns trennen, nichts kann unsere Liebe stören.
Wo immer ich bei
Du bist bei mir
David02 Dein Weg
Dein Weg war zu Ende.
Schwer zu ertragen für mich, doch muss ich akzeptieren. Mein Herz ist schwer, kann den Schmerz kaum aushalten. Was ist eigentlich passiert? Warum ist es so plötzlich passiert? Was war denn eigentlich los mit dir? Alles war so schön hier bei dir zu Hause. Hier bei dir, wo du immer noch bist, in jeder Ecke, auf der Terrasse, in den Feldern, in jeder Kurve hier am Berg.
Überall bist du.
Nie mehr wirst du aus der Schlafzimmertür kommen, nie mehr aus deinem Büro an den Esstisch. Nie mehr. Nie mehr einen Witz machen, nie mehr Sonnenschein schenken. nie mehr. Ich ertrag das nicht.
Erinnerungen:
Michael Jackson in Gelsenkirchen.
Marathon in New York City.
Hotel Courtyard by Marriot Cologne.
Nie mehr kommst du zurück von Dubai, Trivandtrum, Montreal, Brüssel, Sidney, Brüssel, London...
Nie mehr.
Ich vermisse dich so sehr.
Donnerstag, 12. Juni 2025
David01 Du bist gegangen
Werde ich es jemals begreifen?
Du bist hierher gekommen, auf den Berg, ganz nach oben.
Vor neun Jahren bist du hierher gekommen.
Hier ist dein zu Hause.
Und jetzt hast du den Berg verlassen.
Es gab keine Rettung, hier oben auf dem Berg Kein Retter konnte schnell genug hier hoch kommen. Jetzt hast du den Berg verlassen.
Für immer.
Du bist nicht mehr da, wirst nie mehr hierher kommen.
Nie mehr werden wir miteinander reden, nie mehr singen, nie mehr tanzen, nie mehr sagen, dass wir uns lieben.
Nicht hier oben auf dem Berg, nicht in New York City, nicht in Köln, nirgendwo.
Ich liebe dich so sehr.
Ich vermisse dich so sehr,
Wo immer ich bin, du bist bei mir.
Ich stehe am Spielfeldrand und sehe dein Söhnchen auf dem Fußballplatz, doch du stehst da nicht, nie mehr.
Dabei bist du hier im Ort, auf dem Feld, in jeder Kurve, auf der Terrasse, am Esstisch, in deinem Büro.. Überall bist du dabei.
In der Stille sind wir uns nah, ganz nah.
Ruhe in Frieden, mein Söhnchen.
Freitag, 13. Januar 2023
Pisten immer da
Pisten sehe ich vor mir, Kurve oberhalb von Arraba, immer viele Skifahrer an der engen steilen Stelle, Schneeverschiebungen und etwas vereist am frühen Nachmittag, dann die Kante zur breiten Piste, aber steil, viele bleiben oben stehen und schauen hinunter, sieht steil aus, ist es auch, aber der Schnee greift, deshalb beherzt den ersten Schwung nehmen, kontrolliert den nächsten und den nächsten bis es flacher wird, schön gleiten, schnell vorwärts kommen. Bis Arraba sind noch einige Pistenkilometer zu schaffen, teils mit Liften und Gondeln, teils auf den eigenen Carvern. Wie gerne denke ich zurück an all die Pistenabenteuer, jede Kurve, jeder Buckel, jede Schneeverwehung, jede Eisplatte, alles da, als wäre ich da gerade. Doch nicht nur die Pisten. Auch die coolen Bergriesen sind da, bizarr wie die Cirspitzen am Grödnerjoch, der mächtige Langkofel mit seinem kleinen Bruder, dem Plattkofel im Panorama von Belvedere oberhalb von Canazei. Ich konnte mich nicht sattsehen, wollte das immer behalten. Abfahrten, für mich schon Legenden wie die von Falzarego hinunter zum Pferdelift und die vom Col Rodella durch das Annatal hinunter nach St. Ulrich. Ich träume mich hinein in dieses schneeweiße Paradies des Gleitens in unvergleichlich schöner Landschaft.
Mittwoch, 21. Dezember 2022
Mein 2022
Corona war immer noch da und der Wunsch
das Virus möge sich im Laufe dieses Jahres verpissen
mal sehen
Säbel Rasseln von Putin im Kreml
Truppen an ukrainsicher Grenze
Ostgebiete der Ukraine als russisch erklären
Staatschefs zu Besuch im Kreml
auch der deutsche Kanzler Scholz
Gespräch an 6 m langem weißen Tisch
d.h. in 6 m Entfernung voneinander
Pressekonferenz sehr seltsame Mimik des russischen Präsidenten
mein Gedanke:
Der spielt doch!
dann der 24. Februar 2022
Einmarsch in die Ukraine
mein Gedanke:
Er hat sich verzockt!
Täglich Angst um das Leben
des ukrainischen Präsidenten
doch er überlebt
und sendet täglich Botschaften an sein Volk und die Welt
und befindet sich gerade heute auf seinem ersten Auslandsbesuch
seit Beginn des Krieges.
In die USA.
trotz unbeschreiblicher Verluste von Leben, Gebäuden und Infrastruktur
verteidigt die Ukraine ihr Territorium
jeden Tag, jede Stunde, jede Minute
ja, viele verlassen ihre Heimat, Frauen und Kinder
Männer an die Front
Verluste auf beiden Seiten
Russland hat sich verzockt
"Spezialoperation" ist viel schwieriger als gedacht
mein Gedanke:
der russische Präsident wird scheitern
hoffentlich bald!
80. Geburtstage der 42er
Frank Zander
Alice Schwarzer
Reinhard Mey
Waffen für die Ukraine?
Mein Gedanke:
Auf jeden Fall!
Sie verteidigt unsere demokratischen Werte
Dabei müssen wir helfen
ja, mit Waffenlieferungen!
Samstag, 3. Dezember 2022
Wenn ich durch die Nacht
Wenn ich durch die Nacht zurück fuhr, um am nächsten Tag meine Arbeit in der kleinen Grundschule im 1000 Einwohner Dorf zu machen. Durch die Nacht, weil ich vorher noch einen Sonntag haben wollte, einen Sonntag, um Perspektiven zu finden. Einige Jahre hat es gedauert, bis sich eine fand, mich auf der Skipiste plötzlich anlachte, offen anlachte. Da war der Weg frei...
Donnerstag, 1. Dezember 2022
Was war passiert?
Was war passiert zwischen "mit dir will ich fünf Kinder" und "kann man noch blöder tanzen?" Irgendwas war anders, kaputt gegangen. Das, was wir mal liebten, war weit entfernt. Was hatte uns so zerstört? Unsere Gemeinsamkeiten, Spaziergänge, Gespräche dabei, einig sein, einig sein auch im Ablehnen. Was war unser Ziel? Eigentlich wollten wir wegkommen vom Elend unserer Jugend, von unseren Müttern, traumatisiert durch rassistische Ideologie und Verfolgung einerseits und brutalem Krieg andererseits.
Samstag, 6. Februar 2021
Chronologie im Coronajahr 2021
Hurra, wir sind im neuen Jahr! Und Corona ist auch da. Seit Dezember besteht ein Lockdown, das heißt, geöffnet haben nur Supermärkte, Bäckereien, Wochen- und Drogeriemärkte. Wenigstens die Sonne hat ein Einsehen und erhellt unser Neujahrsgängelchen an Lippe und Kanal. Ansonsten fragen wir uns, wie wir diesen Januar herum bekommen sollen ohne die Aussicht auf unseren Skiurlaub in Colfosco, jahrelang ein Highlight, das wir schon im September abgesagt haben. Auf jeden Fall viel draußen in der Natur sein, heißt die Devise. Etliche Gängelchen führen in die nahegelegene Lippeaue, den Spaziergang über den Mitteldamm von der Radbodstraße zur Münsterstraße und entlang der Geinegge zum Killwinkel. Highlight sind zwei Wanderungen zur Halde Radbod eine sogar im Schnee.
Mittwoch, 26. August 2020
Chronologie im Coronajahr 2020
Für drei Tage hatten wir ein schönes großes Hotelzimmer im Hyatt mit Blick direkt auf die Hohenzollernbrücke und die ein- und ausfahrenden Züge, den Rhein direkt vor dem Eingang. Veganes Frühstück konnten wir uns selbst machen, da wir Brot, Käse und Kaffeeextrakt dabei hatten, Wasserkocher und Tassen waren im Zimmer. Am Karnevalssonntag wollten wir uns den Scholl- und Veedelszöch in der Südstadt anschauen. Der fiel aber aus wegen Sturm. Einige Gruppen zogen auf ihrem Rückweg trotzdem durch die Severinsstraße, auch bei den Zuschauern war die gute Laune weiterhin Programm. Straßenkarneval eben. Am Rosenmontag zogen wir wieder über die Deutzer Brücke direkt in die Südstadt. Bei strömendem Regen fand der Zug statt und war auch richtig gut. Nach zwei Stunden zogen wir auch weiter Richtung Rudolfplatz, kehrten aber zwischendurch ein bei Merzenich direkt neben dem Gürzenich, wo auch gerade der Zug vorbei ging. Dann wuselten wir uns durch Nebenstraßen zum Rudolfplatz, trafen Rafael und Rebecca in einem feinen Grüppchen mit Freundinnen und Freunden. Der Zug lief und lief... Irgendwann gingen wir mit dem Zug weiter den Hohenzollerring entlang, sahen auf der anderen Straßenseite "Hans im Glück" und kehrten ein zum veganen Burger, gute Stimmung, gemütlich, lecker und vor allem schön eng. Da ahnten wir noch nichts.
Walters Geburtstag am 3. März 2020
Wir hatten zum Brunch eingeladen und alle waren gekommen. Das Übliche: eng zusammen sitzen, am Buffet vegane Tellerchen füllen und quatschen, quatschen, quatschen...
Ulrikes Geburtstag am 9. März 2020
Kaffeetrinken bei Ulrike, selbe Gruppe. Vorher Pressekonferenz des Bundesgesundheitsministeriums zur Coronakrise, die ich bis dahin noch gar nicht als Krise wahrgenommen hatte. Auf dem Podium: Wieler vom Robert Koch Institut, Bundesgesundheitsminister Spahn und Christian Drosten, Leiter der Virologie in der Berliner Charité, der sagte, die Lage sei total ernst, wir laufen direkt in eine Epidemie. Das saß. Als ich später am Kaffeetisch in der engen Runde saß, hatte ich ein total mulmiges Gefühl. Wie konnten wir so einfach hier in der Runde sitzen und laut quatschen über unsere Reisen, Schule und Enkelkinder?! Als wäre nichts! Für den nächsten Tag hatten wir ein Ticket für Partnerlausch im Bürgerhaus Stollwerck. Findet die Veranstaltung überhaupt statt? Würden wir überhaupt hinfahren?
Köln am 10. und 11. März 2020
Wir fuhren am 10. März nach Köln, mit dem Auto, parkten in der Tiefgarage vom Motel-One am Waidmarkt, checkten ein und sahen auf der Homepage vom Bürgerhaus Stollwerck nach, ob die Veranstaltung für 20 Uhr noch angekündigt war. War sie zwar, wir waren uns trotzdem nicht sicher, ob sie auch wirklich stattfinden würde, als wir durch die Südstadt vorbei am Trude-Herr-Park beim Bürgerhaus ankamen. Unten an der Treppe war ein Plakat aufgestellt. Wie schön! Leslie Sternenfeld und Robert Pfeffer zelebrierten ihr Programm, als wäre nichts. Feine Unterhaltung war das, wenngleich ich mein Tuch immer ein bisschen vor Mund und Nase schob und darauf achtete, dass ich meiner Nachbarin zur Linken nicht zu nahe kam. Robert verließ sogar einmal die Bühne und ging ins Publikum. Mehr dazu in Renates Blog: Herr Pfeffer und Herr Sternenfeld im Stollwerck
Am nächsten Tag hatten wir eine Verabredung mit Rafael, zusammen essen gehen, am besten im Wellbeing, weil man da weiter auseinander sitzt. Vorher gab's aber noch ein Gängelchen über die Deutzer Brücke, entlang dem Boulevard am Rhein, der gerade Hochwasser hatte Hochwasser am Rhein. Über die Hohenzollernbrücke ging's dann in die City und über den Neumarkt zu Wellbeing am Rinkenpfuhl. Auch hier, wie im Hotel, beim Hereingehen Hände desinfizieren. Lecker vietnamesisch essen und darüber spekulieren, was uns angesichts des Virus in den nächsten Wochen erwartet. Auf der Heimfahrt war mir klar, dass wir die Domtürme so bald nicht wieder sehen würden.
Coronavirus Update mit Christian Drosten
Seit der Pressekonferenz am 9. März gehörte das Coronavirus Update mit Christian Drosten, Leiter der Berliner Charité, Podcast bei NDR Info zum täglichen Programm. Kompetent und verständlich wurden wir hier über das Corona Infektionsgeschehen, Studien, Hintergründe, Gefahren informiert. Ältere Menschen schützen, weil die besonders gefährdet waren, hieß es. Plötzlich gehörten wir zur Risikogruppe und sollten geschützt werden vor Zusammenkünften mit Kindern und Enkelkindern. Veranstaltungen wurden abgesagt, Großveranstaltungen waren bereits ab 7. März verboten, ein paar Tage waren alle verboten. Das Bürgerhaus Stollwerck schloss ein paar Tage nach unserem Partnerlausch Abend. Es wurde eng.
Kontaktbeschränkungen
Am 12. März wurde allen Menschen in Deutschland Kontaktabstinenz verordnet, inzwischen waren auch alle Geschäfte geschlossen, einkaufen war nur noch in Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien erlaubt. Einige Artikel waren dann ganz schnell ausverkauft und nicht mehr zu bekommen, weil es so schnell keinen Nachschub gab. Vergeblich versuchte man Klopapier und Mehl zu bekommen. Okay. Gegen diese Einschränkungen hatte wohl niemand etwas zu meckern, sah man doch in den Medien schockierende Bilder von Italien, wo die Krankenhäuser total überfordert waren und sehr viele Menschen starben, so viele, dass man überhaupt nicht alle am jeweiligen Ort bestatten konnte. Und es nützte. Das potentielle Wachstum der Infektionskurve wurde gestoppt.
Maskenpflicht ab 27. April
Inzwischen wurde auch von einigen Virologen und Epidemiologen das Tragen von Masken zum MundNasenSchutz empfohlen. Pflicht wurde es jedoch erst am 27. April. Beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln war das Tragen von Masken Pflicht. Endlich! Ich hatte sie schon seit Anfang April getragen, die erste war aus eigener Herstellung, das heißt mit der Hand genäht, denn es gab kaum Masken zu kaufen. In Apotheken waren sie schnell ausverkauft, zum Teil sogar zu überhöhten Preisen.
Sogenannte Hygienedemos
Mitte Mai gab es in verschiedenen Städten die ersten sogenannten Hygienedemos, das heißt Demonstrationen gegen die staatlichen Maßnahmen für den Infektionsschutz. Als Wortführer wurden Attila Hildmann, Ken Jebsen und Xavier Naidoo genannt. Ihre Botschaft: Das Virus gibt es gar nicht, die Regierung will uns beherrschen und überhaupt, wir leben in einer Diktatur. Dabei wären diese Realitätsverdreher in einer Diktatur längst aus der Öffentlichkeit verschwunden.
Bild Attacke auf Christian Drosten am 29. Mai
Die Bildzeitung wollte in einem Artikel nachweisen, dass Professor Drostens Statements zur Infektiösität von Kindern falsch seien. Der Artikel wurde ihm präsentiert mit der Aufforderung, innerhalb einiger Stunden dazu Stellung zu nehmen. Der Professor führte den Leiter des Blattes vor, indem er Aufforderungsschreiben sowie seine Antwort in den sozialen Medien öffentlich machte. Seine Reaktion: "Ich habe Besseres zu tun" wurde zum geflügelten Wort und löste einen Shitstorm auf das Blatt aus.
Mittwoch, 1. Juli 2020
Coronakoller
Dienstag, 30. Juni 2020
Corona
Tags darauf hatten wir Tickets für Partnerlausch im Bürgerhaus Stollwerck in Köln. Mein Kölner Freund Robert zusammen mit Leslie Sternenfeld, den wir schon in Münster gesehen hatten mit "Das liegt alles am Wetter, mein Sonnenschein". Fahren wir hin? Wir fuhren hin, jedoch mit dem Auto, das wir in der Parkgarage des Motel One am Waidmarkt unterbrachten und wo wir auch übernachteten. Es war eine kleine super unterhaltsame Veranstaltung mit lustig performten intelligenten Texten von Robert Pfeffer und Leslie Sternenfeld. Ein paar Stunden konnten wir den Driss vergessen.
Tags darauf machten wir noch einen ausgiebigen Spaziergang über Deutzer Brücke, Rheinboulevard, Hohenzollernbrücke und trafen uns mit Rafael zum Essen bei Wellbeing am Rinkenphuhl, Nähe Neumarkt.
Als wir über die A1 nach Hause fuhren, war mir schon klar, dass es ein Erlebnis wie dieses nun für einige Zeit erst einmal nicht geben würde. Und so war es dann auch. Das Bürgerhaus Stollwerck wurde zwei Tage später geschlossen.
Samstag, 13. Juni 2020
Klugscheißer
Montag, 8. Juni 2020
Bengt in Nexö
Dienstag, 21. Mai 2019
Klassentreffen 6b
Renate K. kam aus Gießen, der Mann war mitgekommen. Vor drei Jahren hatte sie sich bei einem Fahrradsturz schlimme Schulterbrüche zugezogen und ein paar Wochen später während des Urlaubs in Ägypten eine lange Treppe hinuntergestürzt, ins Krankenhaus gekommen und seitdem unsicher geworden in den täglichen Dingen.
Gudrun S. war während der Schulzeit schwanger geworden, das Kind wurde zu früh geboren und hat nicht überlebt. Die erste Ehe ging in die Brüche. Die zweite Ehe ging lange gut, doch seit zehn Jahren pflegt sie ihn. Was er hat? Alles, sagt sie. Wer ihn jetzt gerade versorgt, während sie hier ist? Eine Enkelin und die muss auch bald abgelöst werden.
Ulla R. erzählt von Läusetherapie gegen ihre Hepatitis Krankheit vor vielen Jahren, trotz unsportlichem Mann weiter sportlich tätig und verdammt gut drauf.
Christa K. pflegt seit zwei Jahren ihren inkontinenten Mann und weiß nicht, sie lange sie das noch stemmen kann. Mit ihr kann ich auch ein paar Anekdoten aus den Klapsenjahren auf dem Gelände des alten Rittergutes Heithof austauschen.
Rosemarie H. ist immer noch mit Immobilien und eigenen Mietobjekten beschäftigt, zum Teil in Hamm, zum Teil in Spanien, wo sie auch zeitweise wohnt.
Ingrid L. wohnt immer noch im Hammer Weste, Haus und Garten haben sie noch, allerdings nicht mehr so groß, einen Teil haben sie abgegeben, alles paletti.
Elisabeth D. geht es gut, hat durch ihren Mann, in jungen Jahren erfolgreicher Wasserballer bei Rote Erde Hamm, haben immer noch Kontakt zu Mannschaftskollegen mit Besuchen in Kanada zum Beispiel, hat Kinder und Enkelkinder.
Maria L. hat eine Mietimmobilie in der Nähe von Brokhof und Heessener Markt. Laufen ist nicht mehr so doll. Ansonsten alles klar.
Gisela R. wohnt in Drensteinfurt, ist mit dem Auto da, erzählt von früheren Urlauben mit Dachzelt durch Norwegen zum Nordcap.
Angelika S. war vor kurzem gestolpert, auf das Gesicht gefallen und hatte noch immer böse Schwellungen. Haus in Rhynern hat sie jetzt verkauft, weil der Mann schon lange tot ist und Haus und Garten ihr zuviel wurden, wohnt jetzt in einer schönen großen Wohnung.
Gisela G. wohnt immer noch im Welver, Sohn ist erfolgreicher Rechtsanwalt in Soest, Honorarprofessor an verschiedenen Hochschulen, Enkelkinder auch auf Erfolgsspur.
Dann gab's Informationen und Briefe von Mitschülerinnen, die nicht mehr da sind oder nicht kommen konnten:
Meine Freundin Christa R. ist im Dezember 2015 gestorben.
Ilse S. hat einen langen Brief geschrieben, Haus verkauft, jetzt Wohnung, viel auf Reisen, alles gut.
Gertrud B., meine Freundin vom Bauernhof in Opsen, die ich immer so bewundert hatte wegen ihrer Ordnung, ist inzwischen dement. Ingrid hatte mit ihr und dem Mann telefoniert. schon beim Klassentreffen vor fünf Jahren hätte sie schwere Orientierungsprobleme gehabt, nach der Veranstaltung ihr Auto nicht gefunden, der Mann musste sie abholen. Im Nachhinein denke ich, dass zwei Schicksalsschläge nun mit zunehmendem Alter nachwirken. Vor Jahrzehnten hat Gertrud zwei sehr kleine Kinder bei Verkehrsunfällen verloren.
Rita N. fährt wegen Augenleiden nicht mehr Auto und mit öffentlichen Verkehrsmitteln sei es von Warburg aus schwierig nach Hamm zu kommen.
Margot M. wohnt immer noch in Köln-Brück, konnte wegen Hüftoperation nicht kommen.
Angelika G., auch eine gute Freundin, war mit Verdacht auf Schlaganfall im Krankenhaus.
Bärbel M., unsere Sportskanone, wohnt immer noch in der Nähe von Mainz, hatte einen Schlaganfall und ist zurzeit in der Reha.
Nach drei Stunden Zunftstuben mit Schnitzel-, Hähnchen-, Salattellern, Rotwein und Mineralwasser packte es noch ein Häufchen von sechs bis zur Eisdiele am Marktplatz zu Füßen der Pauluskirche.
Zu dritt dann noch ein Stückchen bis zum Parkplatz am Stadthaus mit Gisela und mit Ingrid bis zur Bushaltestelle am Westentor, wo sie gleich in die Eins einsteigen konnte.
In zwei Jahren wollen wir uns wieder treffen, damit wir uns dann auch noch wieder kennen. Jetzt waren wir 13 von 33, schreibt die Zeitung.
Sonntag, 12. Mai 2019
Bernd
Wer holt nun den armen Verschütteten ans Licht?
Und wer holt den Mediator aus dem Sumpf, damit Menschen auf diesem fernen Planeten leben können?
Irgendwie seltsam, dass du nicht mehr da bist, ich dich nie persönlich treffen kann.
Ruhe in Frieden, lieber Bernd.
Donnerstag, 26. April 2018
Madame Fleischhauer
David07 Königstein während der Buchmesse
Ohne dich läuft das Leben um mich herum weiter, mein Leben läuft weiter, ich gehe weiter, immer weiter. Aber ich nehme dich mit, überallhin...
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Ohne dich läuft das Leben um mich herum weiter, mein Leben läuft weiter, ich gehe weiter, immer weiter. Aber ich nehme dich mit, überallhin...
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Das wird wohl nix mit meinem Roman. Ich komme ja nicht in die Pötte, hab auch keinerlei Ehrgeiz. Zwar viele Gedanken, aber irgendwie landen ...
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Brigitte, genannt Brischid, hatte den süßesten Po und die gemütlichste Kneipe. Willem's gute Stube in der Lavesstraße direkt neben dem K...